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UX Design für Healthcare- und Healthtech-Produkte

UX Design für Healthcare-Produkte gestaltet medizinische Software so, dass sie im Versorgungsalltag sicher und effizient nutzbar ist, für die Menschen, die täglich damit arbeiten. Der Kern der Expertise liegt darin, sich in komplexe klinische Behandlungsabläufe hineinzudenken und Lösungen zu gestalten, die vor Ort funktionieren. Aus UX-Sicht clustert sich die Produktlandschaft in vier Hauptbereiche: klinische Systeme, Medizingeräte-Software, Digital Health und KI-gestützte und vernetzte Versorgung. Healthcare UX unterscheidet sich von anderen UX-Projekten durch zwei Leitfragen: Kann der Nutzer jederzeit die richtige Entscheidung treffen? Und wie erledigt er seine Aufgabe möglichst effizient?

Splore arbeitet als UX-Beratung in diesem Feld eng verzahnt mit Entwicklung und Produktmanagement, eine Konstellation, die sich in der Zusammenarbeit mit HealthTech-Unternehmen wie Honic bewährt hat. Der Einstieg über UX Research und Prototyping konzentriert Entwicklungsbudget auf die Funktionen, die nachweislich Mehrwert schaffen, validiert mit echten Nutzerinnen und Nutzern, bevor Ressourcen in die falsche Richtung fließen.

Was Healthcare-UX besonders macht — und warum es spezialisierte Expertise braucht

Menschen im medizinischen Umfeld haben einen konkreten Job-to-be-done:

- Patientinnen und Patienten versorgen

- Behandlungsentscheidungen treffen

- Therapieverläufe dokumentieren

- Daten auswerten

Die Software, die sie dabei nutzen, sind Profi-Tools in einem sensiblen Kontext, von der Notaufnahme bis zur Forschungsplattform, vom OP-Planungssystem bis zur Patienten-App. UX-Arbeit in Healthcare bedeutet, sich in diese komplexen klinischen Behandlungsabläufe hineinzudenken und Lösungen zu gestalten, die dort bestehen, wo der Klinikalltag keine zweite Chance lässt. Nur wer den Versorgungsalltag versteht, kann relevante Lösungen entwickeln.

Was Healthcare-UX von UX-Arbeit in anderen Branchen unterscheidet, sind zwei Kernachsen:

Clinical Safety & Confidence

Kann der Nutzer jederzeit die richtige Entscheidung treffen? Klinische Software muss klare Informationshierarchien bieten, Orientierung in komplexen Daten schaffen und Bedienfehler vermeiden. In Systemen mit KI-Unterstützung kommt hinzu: Die Empfehlungen müssen nachvollziehbar sein, damit Fachpersonal ihnen vertrauen und fundiert entscheiden kann. Regulatorische Anforderungen wie die IEC 62366 für Usability Engineering sind in diesem Kontext ein Baustein, sie werden auf unserer Seite zu UX in der Medizintechnik vertieft. Sichere Workflows entstehen, wenn Informationsarchitektur, Interaktionsdesign und Validierung zusammenwirken.

Workflow Efficiency

Wie erledigt der Nutzer seine Aufgabe möglichst effizient? Im Klinikalltag zählt jede Minute. Weniger Klicks, automatisierte Routineschritte, nahtlose Übergänge zwischen Prozessschritten, reduzierter Dokumentationsaufwand und fließende Zusammenarbeit zwischen Berufsgruppen. Das sind die UX-Hebel, die klinische Software von einem Werkzeug, das toleriert wird, zu einem machen, das den Arbeitsalltag spürbar entlastet. Kognitive Belastung zu senken ist dabei kein Komfortthema, sondern eine Voraussetzung für Versorgungsqualität.

Diese zwei Achsen bestimmen, worauf Healthcare-UX hinarbeitet. Splore verdichtet sie in sechs Leitwerte, die jedes Projekt tragen:


- **Clarity:** Informationen sind auf den ersten Blick verständlich.

- **Safety:** Gestaltung minimiert das Risiko von Bedienfehlern.

- **Confidence:** Fachpersonal vertraut dem System und seinen eigenen Entscheidungen.

- **Efficiency:** Aufgaben lassen sich mit minimalem Aufwand erledigen.

- **Collaboration:** Das System unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Berufsgruppen.

- **Transparency:** Prozesse und Datenflüsse sind nachvollziehbar.

Für KI-gestützte Produkte gilt ergänzend: Der Mensch bleibt verantwortlich und behält die Kontrolle.

Warum Healthcare-UX ein strategisches Werkzeug ist

UX Design in Healthcare-Projekten ist nicht nur eine Gestaltungsleistung, sondern ein strategisches Instrument. In einem Markt, in dem Entwicklungszyklen teuer, klinische Anforderungen komplex und Nutzerakzeptanz geschäftskritisch sind, entscheidet die Qualität der UX-Arbeit über den Produkterfolg. Die strategische Funktion von UX besteht darin, die Frage nach der Nutzbarkeit vor die Entwicklungsentscheidung zu ziehen.

Entwicklungsrisiko senken

Frühzeitige Validierung durch Research und Prototyping verhindert, dass Produkte an den tatsächlichen Workflows der Zielgruppen vorbei entwickelt werden. Wer erst nach dem Go-live feststellt, dass das Bedienkonzept nicht zum klinischen Ablauf passt, verliert Budget und Akzeptanz. Für HealthTech-Unternehmen mit begrenzten Ressourcen bedeutet das: effizienter zur marktfähigen Lösung, weniger Iterationen, mehr Klarheit.

Nutzerakzeptanz sichern

Klinisches Fachpersonal hat wenig Toleranz für Systeme, die den Arbeitsablauf unterbrechen. Ein Healthcare-Produkt kann technisch ausgereift sein. Wird es als Verlangsamung wahrgenommen, wird es umgangen. UX-Arbeit sorgt dafür, dass das Produkt in bestehende Arbeitsabläufe passt und im Versorgungsalltag angenommen wird. Im Umkehrschluss gilt: Ein System, das klinische Workflows spürbar vereinfacht, wird schnell zum festen Bestandteil des Versorgungsalltags.

Komplexität reduzieren

Healthcare-Produkte bedienen vielfältige Stakeholder mit unterschiedlichen Perspektiven, von Ärzteschaft und Pflege über Forschende bis zu Patientinnen und Patienten. Die Informationsdichte im klinischen Umfeld wächst stetig: Laborwerte, Bilddaten, Patientenhistorien, Behandlungsprotokolle. UX-Arbeit schafft Klarheit: durch Priorisierung von Funktionen, durch Informationsarchitekturen, die unter Zeitdruck funktionieren, und durch Konzepte, die als belastbare Entscheidungsgrundlage für Team, Management und Investoren dienen. Das bedeutet nicht weniger Funktionalität, es bedeutet klarere Priorisierung.

Grundlage für spätere Zulassungsschritte legen

Wenn Usability ein Pflichtkriterium der Zulassung ist, liefert methodische UX-Arbeit die Substanz: eine verständliche, sichere, effiziente Anwendung, die mit echten Nutzerinnen und Nutzern validiert wurde. Die formale Prüfung und die Zulassungstests verantwortet der Hersteller. UX Research schafft die Grundlage dafür.

Anwendungsfelder für Healthcare-UX

Aus UX-Sicht clustert sich die Produktlandschaft im Gesundheitsmarkt in vier Hauptbereiche. Je nach Cluster unterscheiden sich die Nutzergruppen, die Komplexität der Workflows und die UX-Schwerpunkte erheblich. Allen gemeinsam ist: Die Gestaltung muss sich an den realen Abläufen der Menschen orientieren, die das Produkt täglich nutzen, nicht an den Annahmen darüber.

Clinical Systems

Klinische Systeme bilden den größten Bereich:

- **Krankenhausinformationssysteme (KIS):** zentrale Plattform für Patientenmanagement und klinische Dokumentation.

- **Elektronische Patientenakten (EHR):** Behandlungshistorien, Befunde und Medikation auf einen Blick.

- **Radiologie-Informationssysteme (RIS):** Untersuchungsplanung und Befundworkflow in der Bildgebung.

- **Bildarchivierungs- und Kommunikationssysteme (PACS):** Speicherung, Abruf und Verteilung medizinischer Bilddaten.

- **Klinische Workflow-Software:** OP-Koordination, Intensivmonitoring, Pflegedokumentation, Notaufnahme-Triage, Laboranbindung und Befundkommunikation.

Der UX-Fokus liegt auf hoher Informationsdichte und zeitkritischen Entscheidungen: Fachpersonal braucht die richtige Information zur richtigen Zeit, mit möglichst wenigen Klicks und minimaler Fehleranfälligkeit. Gemeinsam ist allen Systemen, dass die Nutzenden unter Zeitdruck arbeiten und Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen müssen, oft über Berufsgruppen hinweg, von der Ärzteschaft über die Pflege bis zum Medizincontrolling. In jedem dieser Bereiche entscheidet die Qualität der Informationsarchitektur darüber, ob das System im Versorgungsalltag entlastet oder belastet, ob es den Behandlungsprozess unterstützt oder zusätzliche kognitive Last erzeugt.

Medical Device Software

Medizingeräte-Software, also Imaging, Ultraschall, Monitoring und Therapiegeräte, gehört zur Systematik der Healthcare-Produktlandschaft, wird bei Splore aber auf der Seite zu UX in der Medizintechnik vertieft. Dort stehen die spezifischen Anforderungen an gerätenahe Interfaces, die Normen IEC 62366 und MDR sowie die formale Validierung im Vordergrund.

Digital Health

Der patientennahe Bereich umfasst:

- **Patienten-Apps:** Therapiebegleitung, Symptomtagebücher, Medikamentenerinnerung.

- **Telemedizin-Anwendungen:** Videosprechstunden, Remote-Konsultation, Fernbefundung.

- **Remote-Care-Lösungen:** Telemonitoring, digitale Nachsorge, häusliche Versorgungskoordination.

- **Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA):** CE-gekennzeichnete Medizinprodukte, die per Rezept verordnet werden und bei denen Usability ein Pflichtkriterium der Zulassung ist.

Der UX-Fokus liegt darauf, Therapiebegleitung zu gestalten, die Adhärenz fördert, ohne zu bevormunden, und die über den gesamten Produktlebenszyklus nutzbar bleibt. Die Zielgruppen reichen von chronisch Erkrankten über Angehörige bis zu digital weniger erfahrenen Nutzerinnen und Nutzern. Einfache Sprache, klare Handlungsaufforderungen und ein Onboarding, das Vertrauen aufbaut, sind in diesem Cluster keine Kür, sondern Voraussetzung für Wirksamkeit. Anders als bei klinischer Software stehen hier nicht Geschwindigkeit und Informationsdichte im Vordergrund, sondern Verständlichkeit und langfristiges Engagement.

AI & Connected Care

Dieses Cluster umfasst:

- **KI-gestützte Assistenzsysteme:** Clinical Decision Support, diagnostische Vorschläge, Risikoscoring.

- **Ambient Documentation:** automatische Dokumentation aus Arzt-Patienten-Gesprächen.

- **AI Copilots:** kontextbezogene Unterstützung in klinischen Workflows.

- **Vernetzte Versorgungsplattformen:** sektorenübergreifende Koordination und Datenaustausch.

- **Gesundheitsdaten- und Forschungsplattformen:** Zusammenarbeit zwischen Datenlieferanten und Forschenden, Datensouveränität und transparenter Datenzugriff als UX-Aufgabe.

Diese Produkttypen stellen UX vor eine besondere Aufgabe: Vertrauen schaffen. Wenn ein System Behandlungsempfehlungen gibt oder Befundungen vorschlägt, muss Fachpersonal nachvollziehen können, wie die Empfehlung zustande kommt, und die Kontrolle behalten. UX-Arbeit in diesem Cluster bedeutet: Erklärbarkeit gestalten, Mensch-Maschine-Interaktion so abbilden, dass der Mensch verantwortlich bleibt, und KI-Ergebnisse so visualisieren, dass sie in bestehende klinische Entscheidungsprozesse passen. Die Akzeptanz von KI zeigt sich erst im Austausch mit Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften, deshalb ist frühe Nutzereinbindung in diesem Cluster besonders entscheidend. Was auf dem Papier als Effizienzgewinn geplant ist, muss im klinischen Alltag Vertrauen gewinnen; das gelingt nur, wenn UX-Arbeit früh die Perspektive der Behandlungsteams einbezieht. Splores Arbeit mit dem HealthTech-Startup Honic ist ein Beispiel für diesen Produkttyp.

Darüber hinaus berühren Pharma- und Life-Science-Software sowie administrative Systeme den Gesundheitsmarkt, sie folgen jedoch anderen UX-Schwerpunkten und werden hier nicht vertieft.

Wie Splore in Healthcare-Projekten arbeitet

Jedes Healthcare-Projekt bei Splore folgt dem menschzentrierten Gestaltungsprozess (Human-Centered Design nach ISO 9241-210): verstehen, konzipieren, prototypisch erlebbar machen, mit echten Nutzerinnen und Nutzern validieren, iterieren.

Verstehen

Am Anfang steht das Eintauchen in die klinischen Abläufe: Wer sind die Nutzerinnen und Nutzer, welche Aufgaben lösen sie, welche Workflows müssen das System tragen, welche Schnittstellen zwischen Berufsgruppen bestehen? UX Research] liefert die Erkenntnisse, auf denen alle weiteren Entscheidungen aufbauen, nicht als Dokumentationsübung, sondern als Grundlage für Gestaltungsentscheidungen, die im Versorgungsalltag bestehen.

Konzipieren und prototypisch erlebbar machen

Erkenntnisse werden in greifbare Konzepte übersetzt, die testbar sind. Prototyping in kurzen Zyklen macht Ideen sichtbar, macht Lösungsansätze erlebbar und liefert Entscheidungsgrundlagen für Team, Management und Investoren, bevor Entwicklungsbudget in die falsche Richtung fließt. Gerade in Healthcare-Projekten mit mehreren Stakeholder-Gruppen schafft ein Prototyp die gemeinsame Gesprächsgrundlage, die Anforderungsdokumente allein nicht liefern.

Gestalten und systematisieren

Wo nötig, mündet die Gestaltungsarbeit in ein UI Design System, das visuelle Konsistenz über mehrere Produkte und Touchpoints sichert. Bei Healthcare-Plattformen mit mehreren Nutzergruppen und unterschiedlichen Kontexten, etwa einem Forschungsportal und einer Datenlieferanten-Ansicht im selben Ökosystem, ist ein durchgängiges Designsystem besonders wirkungsvoll.

Strategisch begleiten

Splore arbeitet in Healthcare-Projekten typischerweise gemeinsam mit Entwicklung und Produktmanagement, eine Arbeitsweise, die sich besonders in komplexen Produktlandschaften bewährt hat, in denen klinische Anforderungen, technische Machbarkeit und Geschäftsziele zusammengeführt werden müssen. Regelmäßiger strategischer Austausch stellt sicher, dass UX-Erkenntnisse in Produktentscheidungen einfließen, nicht als nachgelagerter Schritt, sondern als integrierter Bestandteil der Produktentwicklung.

Honic: UX und UI Design für eine HealthTech-Plattform

Honic ist ein Beispiel dafür, was die Verbindung aus Plattform-Komplexität und Datenverantwortung für UX-Arbeit bedeutet.

Honic (Health Data Technologies GmbH) ist ein HealthTech-Startup, das deutsche medizinische Versorgungsdaten für die Forschung zugänglich macht: digital souverän, mit Datenschutz und Datensicherheit „by design“. Honic betreibt ein Ökosystem verlinkbarer Versorgungsdaten für Forschende und Datenlieferanten. Die Ausgangssituation für die UX-Zusammenarbeit: eine leistungsfähige Plattform mit klarer Vision und hohem Tempo, aber ohne konkrete Nutzeroberflächen. Das Ziel: den technologischen Mehrwert für die Zielgruppe nutzbar machen.

Die Herausforderungen waren vielfältig: unterschiedliche Stakeholder mit unterschiedlichen Perspektiven, hohe Anforderungen an Trust, Access und Usability bei sensiblen Daten, keine etablierte UX-Vision, dazu der Zeit- und Budgetdruck eines ambitionierten Startups in einem technisch und regulatorisch komplexen Feld.

Splore verantwortet bei Honic drei verzahnte Leistungsbereiche als eingespieltes Team aus UX, Entwicklung und Produktmanagement: UX Design und Prototyping liefert greifbare Konzepte zur Validierung in kurzen Zyklen, als Entscheidungsgrundlage für Team, Investoren und Entwicklung. UI Design und Systems umfasst das „HUI“, das Honic UI System mit Komponentenbibliothek, Gestaltungsrichtlinien und Design Tokens, das Konsistenz über mehrere Produkte sichert. UX Consulting begleitet strategisch im regelmäßigen Austausch.

Die Ergebnisse: effizienter zur marktfähigen Lösung, höhere Nutzerakzeptanz, reduzierte Komplexität durch klare Priorisierung und Vertrauenswürdigkeit, die im Produkt erlebbar wird. Dr. Henrik Matthies, Founder und CEO von Honic, beschreibt Splore als „Partner für hochwertige Designsprache aus einem Guss“.

Zum Case

Jona Rammler

Sprechen Sie mit uns über Ihr Healthcare-Produktvorhaben

Sie entwickeln klinische Software, eine Digital-Health-Anwendung, ein KI-gestütztes Produkt oder eine Healthcare-Plattform und suchen UX-Unterstützung, die klinische Workflows versteht? Wir schätzen den Bedarf ein und schlagen einen passenden Rahmen vor.

FAQ

HealthTech-Produkte sind primär software- und plattformgetrieben: klinische Systeme, Digital-Health-Anwendungen, KI-gestützte Assistenzsysteme und vernetzte Versorgungsplattformen. In der [Medizintechnik](/ux-medizintechnik) steht die Gestaltung physischer Geräte und gerätenaher Software im Vordergrund, mit Normen wie IEC 62366 und MDR als regulatorischem Rahmen. Beide Felder berühren sich dort, wo klinische Software und Medizingeräte ineinandergreifen.

Methodische UX-Arbeit liefert die Substanz, auf der spätere Zulassungsschritte aufbauen: eine verständliche, sichere, effiziente Anwendung, die mit echten Nutzerinnen und Nutzern validiert wurde. [UX Research](/ux-research) und [Usability Testing](/ux-research) schaffen diese Grundlage. Die formale Prüfung und die Zulassungstests, ob DiGA-Verfahren über das BfArM oder Konformitätsbewertung nach MDR, verantwortet der Hersteller.

Je früher, desto wirkungsvoller. Frühzeitige Validierung durch [Research](/ux-research) und [Prototyping](/ux-design-prototyping) konzentriert Entwicklungsbudget auf Funktionen, die nachweislich Mehrwert schaffen. Für Startups mit begrenzten Ressourcen vermeidet das Fehlentwicklungen und schafft eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Team und Investoren.

Gutes UX-Design für klinische Software arbeitet auf zwei Achsen: Clinical Safety & Confidence — das System ermöglicht jederzeit die richtige Entscheidung durch klare Informationshierarchien, Orientierung in komplexen Daten und Vermeidung von Bedienfehlern. Und Workflow Efficiency — Aufgaben lassen sich mit minimalem Aufwand erledigen, Routineschritte sind automatisiert, Übergänge zwischen Prozessschritten fließend. Im Klinikalltag zählt jede Minute; gute UX entlastet, statt zusätzliche Komplexität zu schaffen.

Klinische Systeme richten sich an Fachpersonal, das unter Zeitdruck mit hoher Informationsdichte arbeitet. Der UX-Fokus liegt auf Fehlerminimierung, schnellem Zugriff und Workflow-Integration. Patienten-Apps richten sich an Menschen mit sehr unterschiedlicher Digitalkompetenz. Hier stehen Motivation, verständliche Sprache, Barrierefreiheit und langfristige Nutzung im Vordergrund. Beide Felder erfordern spezialisierte UX-Expertise, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Bei Gesundheitsdaten-Plattformen steht Vertrauen im Zentrum der UX-Arbeit. Nutzerinnen und Nutzer geben sensible Daten weiter und erwarten, dass Datensouveränität im Produkt erlebbar ist, nicht nur in der Datenschutzerklärung. Das erfordert transparente Zugriffskontrollen, nachvollziehbare Datenflüsse und Interfaces, die Sicherheit kommunizieren. Bei Consumer-Apps ist Vertrauen wichtig; bei Gesundheitsdaten ist es eine funktionale Voraussetzung für die Nutzung überhaupt.

Ein guter UX-Partner für HealthTech versteht drei Dinge: erstens die Fähigkeit, sich schnell in komplexe klinische Behandlungsabläufe einzudenken und Workflows zu verstehen, zweitens die Arbeitsweise von Startups (kurze Zyklen, begrenzte Ressourcen, hohe Geschwindigkeit) und drittens einen Methodenbaukasten, der unter diesen Bedingungen belastbare Ergebnisse liefert. Splore bringt diese Kombination mit: UX-Methodik, Healthcare-Kontextwissen und Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit HealthTech-Unternehmen wie Honic.