UX Research – Insights für fundierte Produktentscheidungen
UX Research – Insights für fundierte Produktentscheidungen
UX Research — auch User Research — ist die systematische Erhebung und Auswertung von Nutzungsdaten, Bedürfnissen und Verhaltensmustern. Als beauftragbare Dienstleistung umfasst UX Research zwei Kernbereiche: generative Forschung (Nutzerinterviews, Anwenderbeobachtung im Feld), die neue Erkenntnisse über reale Nutzungskontexte erschließt, und evaluative Forschung (Usability Testing, Prototypen-Validierung), die bestehende Konzepte an beobachtetem Verhalten prüft. Splore führt UX Research für Unternehmen durch, deren Produkte in komplexen, häufig regulierten Umfeldern eingesetzt werden: Medizintechnik, Maschinenbau, B2B-Software. Die zentrale Frage bleibt: Was brauchen Anwendende wirklich, welche Annahmen halten der Realität stand? Ausgangspunkt sind die Bedürfnisse und Probleme der Nutzer:innen, heutige wie zukünftige. Research-Ergebnisse haben direkten Impact auf Entscheidungen: Sie fließen in Sprint-Planungen, Designentscheidungen und strategische Zielbilder ein.
Splore arbeitet als integraler Bestandteil des Produktteams und verbindet Erhebung mit Konzeption. Die Research-Arbeit endet nicht mit einem Ergebnisbericht, sondern mit Entscheidungen, die im Produkt sichtbar werden. So entsteht Nutzungswissen dort, wo es gebraucht wird: im Entwicklungsprozess.
Was UX Research bei Splore bedeutet
Research bei Splore findet immer im Rahmen eines UX-Projekts statt: eingebettet in die Produktentwicklung, nicht als ausgelagerte Studie. Der Kernnutzen: informierte, objektive Produktentscheidungen statt Entscheidung nach Meinungshierarchie oder Bauchgefühl. Research-Ergebnisse werden Entscheidungsgrundlagen, kein Forschungsbericht.
Research ist kein vorgelagerter Schritt, sondern fester Bestandteil der Produktentwicklung. Splore arbeitet im Produktteam mit, nicht daneben. Erkenntnisse aus Interviews und Beobachtungen fließen in dieselben Sprint-Planungen ein, in denen auch Design- und Entwicklungsentscheidungen fallen. Wer die Nutzenden befragt hat, sitzt bei der Priorisierung am Tisch. Das setzt eine andere Arbeitsweise voraus als der klassische Auftraggeber-Dienstleister-Modus: gemeinsame Planung, geteilter Zugang zu Ergebnissen, direkte Rückkopplung zwischen Erhebung und Entwurf.
Dieser Ansatz setzt voraus, dass Research-Fragen aus konkreten Produktentscheidungen entstehen: Welche Funktion hat Priorität? Welcher Workflow verursacht Fehler? Welche Annahme über die Zielgruppe ist ungeprüft? Welche Features lösen ein echtes Problem und differenzieren vom Wettbewerb? Die Antworten bestimmen, was als Nächstes gebaut oder verändert wird — „Designing the Right Thing“ statt Bauchgefühl.
Dahinter stehen zwei Handlungsfelder: Was soll das Produkt sein, welches Problem lösen wir? Die Antwort fließt in die UX Produkt Vision. Und: Wie soll das Produkt sein, welches Problem hat die Bedienung? Diese Erkenntnisse fließen in Design und Prototyping.
Generative Research: Verstehen, was wirklich gebraucht wird
Generative Research erschließt Wissen, das im Produktteam noch nicht vorhanden ist, und liefert die Grundlage, um Erkenntnisse in tragfähige Konzepte zu übersetzen. Die Methoden richten sich nach dem, was erhoben werden soll.
Nutzerinterviews
Strukturierte Gespräche mit Anwendenden, die ein Produkt im Arbeitsalltag nutzen. Interviews liefern Einblicke in Ziele, Frustrationen, latente Bedürfnisse und Workarounds, die in keiner Feature-Liste stehen. Erforscht werden heutige Bedürfnisse und die Needs von morgen. Sie bilden die Grundlage für Konzepte in der Produkt- oder Portfolio-Vision. Splore führt Interviews remote und vor Ort durch, je nach Zugänglichkeit der Zielgruppe.
Anwenderbeobachtung im Feld
Beobachtung von Fachpersonal unter realen Bedingungen: in der Klinik, an der Produktionslinie oder in der Leitwarte, am Laborgerät. Kontextuelle Beobachtung zeigt, wie Menschen tatsächlich arbeiten, nicht wie sie berichten, dass sie arbeiten. Der Unterschied zwischen beidem ist häufig die wichtigste Erkenntnis.
Kontextuelle Erhebung
Kombination aus Beobachtung und Befragung im Nutzungskontext. Das Gespräch findet dort statt, wo die Arbeit geschieht. Diese Methode eignet sich besonders für Domänen, in denen implizites Wissen eine große Rolle spielt — Bedienpersonal an Maschinen, klinisches Personal am Patientenbett, Sachbearbeitende in komplexen Prozessen.
Usability Testing und Validierung
Wo generative Research Neues erschließt, prüft evaluative Research Bestehendes. Usability Testing stellt Entwürfe, Prototypen oder bestehende Produkte auf den Prüfstand: Verstehen die Anwendenden, was sie sehen? Kommen sie ans Ziel? Wo entstehen Fehler?
Splore testet mit den Personen, die das Produkt im Alltag nutzen werden, nicht stellvertretend mit Kolleg*innen aus dem eigenen Haus. Ob remote oder vor Ort, hängt vom Produkt und der Zugänglichkeit der Zielgruppe ab. Getestet wird an Prototypen oder bestehenden Interfaces, in Szenarien, die den realen Nutzungskontext abbilden. Die Ergebnisse fließen als priorisierte Befunde zurück ins Produktteam und beeinflussen die nächste Designiteration.
Splore testet im Projektkontext selbst (evaluative Research an eigenen Entwürfen und Produkten der Kund:innen). Für reine, großangelegte Teststudien (Labor, Panel, Stichproben-Rekrutierung) arbeitet Splore mit dem spezialisierten Partner KITE Design Research aus Berlin zusammen.
Für Produkte im regulierten Umfeld liefern Usability-Tests Erkenntnisse, die in die Usability-Dokumentation des Herstellers einfließen können. Die formale Validierung nach IEC 62366 liegt beim Hersteller — Splore liefert die Research-Grundlage, nicht die regulatorische Nachweisführung.
Sie stehen vor Produktentscheidungen, die belastbares Nutzungswissen brauchen? Schreiben Sie an hello@splore.de — wir melden uns mit einer ersten Einschätzung.
Vom Insight zur Entscheidung
Research-Ergebnisse sind kein Selbstzweck. Sie werden zu Entscheidungsgrundlagen: priorisierte Nutzerbedürfnisse, validierte Annahmen, dokumentierte Schmerzpunkte. Splore übersetzt Erkenntnisse in Formate, mit denen Produktteams arbeiten können: in Produkt- oder Portfolio-Visionen (UX Produkt Vision), in Anforderungen für das Sprint-Planning (UX / Digital Product Design), in Designkriterien für Interface-Entscheidungen. Je nach Fragestellung ergänzt quantitative Erhebung die qualitativen Erkenntnisse.
Typische Formate sind priorisierte Anforderungslisten für das Backlog, dokumentierte Nutzungsszenarien und Konzeptskizzen, die Erkenntnisse direkt in erste Entwürfe übersetzen.
Die Hinterfragungskompetenz des Teams wächst dabei mit: Wer einmal erlebt hat, wie Anwenderbeobachtung die eigenen Annahmen korrigiert, fragt künftig anders.
Beispielprojekte
Siemens Healthineers: UX Produkt Vision für Medizintechnik
Splore führte Nutzerbeobachtungen in Kliniken und Remote-Interviews in verschiedenen Märkten durch, um latente Bedürfnisse und Optimierungspotenziale für eine integrierte Lösung in der Medizintechnik zu identifizieren. Die Research-Ergebnisse wurden in ein strategisches Zielbild für spezialisierte klinische Workflows übersetzt, validiert mit Radiologinnen und Radiologen.
Krones: Research an der Produktionslinie für Connected HMI
Splore führte Workshops mit Bedienpersonal durch, analysierte bestehende Bedienabläufe und übersetzte die Anforderungen in neue Bedienabläufe für die Connected HMI. Die Research-Arbeit am Einsatzort lieferte das Nutzungswissen, das in die Neugestaltung der Bedienprozesse einfloss.
Honic: Research im Startup-Maßstab
Research kennt unterschiedliche Maßstäbe. Bei Honic heißt das: lean, mit kontinuierlicher Einbindung von Kund:innen und Expert:innen in Interview-Runden. Erkenntnisse fließen direkt in die Optimierung ein, ohne Dokumentations-Overhead.

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FAQ
Marktforschung untersucht Märkte, Segmente und Kaufentscheidungen. UX Research untersucht, wie Menschen ein konkretes Produkt nutzen: Verhalten, Bedürfnisse, Probleme im Nutzungskontext. Dabei geht es um zwei Handlungsfelder: Was soll das Produkt sein, und wie soll es sich bedienen lassen? Marktforschung beantwortet „Wer kauft?“, UX Research beantwortet „Was braucht die Person, die damit arbeitet?“
Usability Testing ist eine Methode innerhalb von UX Research. Es prüft, ob ein Entwurf oder Produkt für die Zielgruppe verständlich und bedienbar ist. UX Research umfasst darüber hinaus generative Methoden wie Nutzerinterviews und Anwenderbeobachtung, die neue Erkenntnisse erschließen, bevor ein Entwurf entsteht.
Research findet bei Splore im Rahmen eines UX-Projekts statt: als integraler Teil des Design-Prozesses, nicht als isoliertes Studienmandat. Jedes Projekt beginnt mit der Klärung der Fragestellung: Welche Produktentscheidung steht an, welches Nutzungswissen fehlt? Daraus leitet Splore Methoden und Zielgruppen ab. Die Erhebung — Interviews, Beobachtung, Testing — findet je nach Kontext remote oder vor Ort statt. Ergebnisse werden als priorisierte Entscheidungsgrundlage aufbereitet, nicht als Forschungsbericht.
Wenn dem Produktteam die Kapazität oder die Methodenkompetenz für eigenständige Nutzerforschung fehlt. Oder wenn eine externe Perspektive gefragt ist, die Annahmen des Teams bewusst hinterfragt und Nutzungskontexte ohne Vorwissen betritt.