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UX Case Studies & Projekt-Referenzen

Es gibt Situationen, in denen es darauf ankommt, das Richtige zu tun. Wo Menschen unter Zeitdruck entscheiden, gestützt auf Fachwissen, das sie sich über Jahre angeeignet haben, und wo die Software zwischen ihnen und ihrer eigentlichen Aufgabe steht, im Behandlungsraum ebenso wie an der Produktionslinie oder in der Auswertung sensibler Versorgungsdaten.

Für solche Situationen gestaltet Splore. Was die Projekte auf dieser Seite verbindet, ist nicht die Branche, sondern dieser Anspruch. Was sie unterscheidet, ist die Phase im Designprozess, an der das Projekt begann.

Wo die Projekte ansetzen

Manchmal steht die Frage im Raum, wie sich aus Nutzersicht entscheiden lässt, wohin eine neue Produktgeneration gehen soll. Ein erfahrbares Zielbild gibt es noch nicht, bisher getrennte Verfahren sollen in einem gemeinsamen Arbeitsablauf aufgehen. Die Arbeit beginnt dann bei einer UX Produkt Vision, die den künftigen Workflow aus der Perspektive der Anwendenden zeigt, bevor Architektur und Entwicklungsumfang feststehen. Splore hat als Teil des internen UX-Teams bei Siemens Healthineers eine solche Vision für die kommende Generation eines zentralen Medizintechnikprodukts erarbeitet, in dem zwei Bildgebungsverfahren zusammenwirken. Dieser Projekttyp ordnet sich in das Handlungsfeld UX Produkt Vision ein: Frame und Discover, die ersten beiden Phasen des Designprozesses, in denen geklärt wird, ob das richtige Problem adressiert wird und welche Lösung aus der Perspektive der Anwendenden tragen kann.

Anders liegt der Fall, wenn die Frage lautet, wie die Interaktion einer bestehenden Lösung konkret aussehen soll. Beim Connected HMI von Krones etwa hat die Bedienlösung den Schritt vom Touchpanel in den Browser gemacht. Bediensicherheit und Konsistenz mussten in die neue Umgebung übersetzt werden: Ein Bedienmuster, das am Schreibtisch unproblematisch funktioniert, kann an der laufenden Anlage gefährlich sein, wo der Blick zwischen Produktionsprozess und Interface wechselt. Bedienende steuern und warten die Anlage seither ortsunabhängig statt nur am Display vor der Maschine. Fachlich fällt diese Arbeit in das Handlungsfeld UX / Digital Product Design: Create und Realize, die Phasen, in denen Konzepte getestet und im Entwicklungsteam umgesetzt werden.

Eine dritte Frage stellt sich dort, wo einzelne Lösungen existieren, ein übergreifendes Nutzererlebnis aber noch fehlt: Wie lässt sich Konsistenz über ein wachsendes Portfolio erzeugen? Bei Honic etwa gestaltet Splore das Design System und die digitalen Produkte einer Plattform, auf der Forschende mit sensiblen Gesundheitsdaten arbeiten. Das Vorhaben beginnt dort, wo Designprinzipien und Regeln über Produkte hinweg definiert werden. Das HUI, Honics Design System, wächst mit dem Angebot und sichert die Konsistenz, vom einzelnen Bedienelement bis zum gesamten Nutzererlebnis. Auch diese Arbeit gehört in das Handlungsfeld UX / Digital Product Design.

Die Case-Seiten beschreiben jeweils eine Zusammenarbeit im Detail, den Kontext, die Herausforderungen und die Arbeitsweise.

Welche Phase die passende ist

Die Fragestellung entscheidet, nicht die Branche und nicht die Größe des Unternehmens. Wer klären will, welches Problem wie gelöst werden soll, steigt in den ersten Phasen des Designprozesses ein, bei Frame und Discover. Wer weiß, welches Problem zu lösen ist, und die konkrete Interaktion gestalten will, setzt bei Create und Realize an. Von Kontext zu Kontext verändern sich Geschwindigkeit, Entscheidungswege und regulatorischer Rahmen. Diese Faktoren prägen, wie die Zusammenarbeit organisiert wird. Die Fragestellung bestimmt dagegen, welche Phase für Ihr Vorhaben die passende ist und in welchem Handlungsfeld die Arbeit beginnt.

Die Bandbreite der Projekte reicht vom Medizintechnikkonzern bis zum HealthTech-Startup, von der Steuerung einer Produktionslinie bis zur Datenplattform für Forschende. Jede dieser Branchen bringt eigene Nutzende und deren Kontext mit, und daraus folgen die Anforderungen. Wo medizinische Workflows, Patientenbehandlung und regulatorische Nachvollziehbarkeit den Gestaltungsrahmen setzen, beschreibt die Seite UX für Medizintechnik. Was industrielle Bedienoberflächen von klassischen Anwendungen unterscheidet und welche Anforderungen laufende Produktion an die Gestaltung stellt, lesen Sie auf HMI Design & komplexe Systeme. Wie die Gestaltung im Gesundheitsbereich aussieht, zeigt Ihnen UX für Healthtech.

Wie wir zusammen Lösungen kreieren

Weil die Projekte in verschiedenen Phasen des Designprozesses ansetzen, ist die Arbeit nicht als Auftrag mit Übergabe organisiert. Splore arbeitet innerhalb der Kundenorganisation, mit direktem Zugang zu Fachrollen und Entscheidungsträgern. Die Form unterscheidet sich: vom Einzelplatz im internen UX-Team über eine feste Gruppe mit definierten Rollen bis zum regelmäßigen Arbeitstakt mit einer Produktverantwortlichen. Nicht als Dienstleister auf Zuruf, sondern als fester Teil der Produktentwicklung.

In jedem dieser Projekte arbeiten Fachleute, deren Arbeitsrealität im Nutzererlebnis aufgehen muss: Radiolog:innen, Ärzt:innen und Chirurg:innen, die klinische Abläufe unter hoher kognitiver Last koordinieren, Bedienpersonal, dessen Blick zwischen Anlage und Interface wechselt, Forschende, die sensible Versorgungsdaten unter strengen Datenschutzvorgaben auswerten. Wer Oberflächen für diese Menschen gestaltet, braucht Zugang zu ihnen selbst, zu ihrem Fachwissen und zu den Entscheidungswegen innerhalb der Organisation. Dieser Zugang entsteht über die Dauer. Die Zusammenarbeit mit Siemens Healthineers etwa besteht seit rund fünf Jahren, bei Honic arbeitet Splore kontinuierlich seit 2023.

»Viele wollen zu schnell zur Lösung springen. Erst wenn klar ist, dass wir das richtige Problem lösen, gehen wir in den Solution-Space.«

Jona Rammler, Splore-Gründer
ux-medizintechnik

Neue Projektvorhaben

Auch Ihr nächstes Vorhaben beginnt mit der Frage, welches Problem für welche Menschen gelöst werden soll. Die Antwort zeigt, in welcher Phase des Designprozesses und in welchem Handlungsfeld die Arbeit ansetzt.

FAQ

Splore arbeitet innerhalb der Kundenorganisation, nicht als externer Dienstleister mit Übergabe. Das bedeutet direkter Zugang zu Fachrollen und Entscheidungsträgern, gemeinsame Termine und laufende Abstimmung statt Briefing-Ergebnis-Zyklen. Die Form variiert je nach Kontext, vom Einzelplatz im internen UX-Team bis zum regelmäßigen Arbeitstakt mit einer Produktverantwortlichen.

Wer klären will, welches Problem wie gelöst werden soll, braucht ein UX-Zielbild und steigt über UX Produkt Vision ein. Wer weiß, wie die konkrete UX aussehen soll, um Produkte weiterzuentwickeln oder das Portfolio zu erweitern, steigt über UX / Digital Product Design ein. Splore klärt im Erstgespräch, welcher Einstieg zu Ihrem aktuellen Stand passt.

Bei Siemens Healthineers besteht die Zusammenarbeit seit rund fünf Jahren, bei Honic arbeitet Splore kontinuierlich seit 2023. Typisch ist ein Einstieg über ein abgegrenztes erstes Vorhaben, das bei Bedarf in eine fortlaufende Zusammenarbeit übergeht.

Splore arbeitet für Unternehmen mit komplexen Anwendungen in Medizintechnik, HealthTech und Maschinenbau, überall dort, wo Fachleute in komplexen Abläufen tätig sind und UX-Expertise gebraucht wird, die den fachlichen Kontext versteht.